EBNER MEDIA GROUP – Lokale Medien

[Editorial] 


Vier Bilder mit Verkehrsschildern
Von Botschaften, Schildern
und Bewegungen

Frage: Haben Sie vielleicht ein Lieblingsschild? Nein, ich ziele mit dieser Frage nicht auf Ihre Abneigung gegen Parkverbotsschilder ab! Haben Sie ganz allgemein einen Faible für Schilder?
Ich auf jeden Fall. Ich habe sogar so etwas wie eine innere Schilder-Hitparade. Auf Platz 1 dieser Hitparade steht ein Schild, das in Ulm leider nur kurze Zeit an der Sedelhöfe-Baustelle aufgestellt war. Wenn wir von der wohin.-Redaktion zur Mittagspause in der „Halle“ waren, fiel mein Blick darauf. „Zugang Königsreichsaal frei“. Hach, diese Aussage erzeugte in mir doch immer den Verdacht, dass wir Ulmer quasi in einem Königreich leben.
Laut Wikipedia ist ein Schild übrigens „eine Tafel mit Informationen“. Wie zweideutig diese Informationen sein können, zeigen die beiden Schilder im Hof unserer Lieblingspizzeria Pinocchio (ja, schon wieder ein Ziel in unserer Mittagspause). Die beiden Hinweise könnten bedeuten: Rad draußen parken, dann reinkommen und Bier trinken. Sie könnten aber auch den Entscheidungszwiespalt zwischen Sport und Alkoholgenuss verdeutlichen.
Ein Schild am Ende der Straße, in der ich wohne, steht auch am Ende meiner Hitparade. „Arzt – Ausfahrt freihalten“ steht darauf. Klare Aussage! Wichtige Ansage! Lange habe ich gebraucht, bis ich mitbekommen habe, dass in diesem Haus gar kein Arzt wohnt. Aber es klappt, die Ausfahrt ist nie blockiert…
FFF steht auf zahlreichen Schildern. Oft auch in Ulm. Dieses Kürzel steht für „Fridays For Future“ – eine globale soziale Bewegung von Schülern, die für mehr Klimaschutz streiken. Mit zwei Organisatoren der Ulmer Freitagsdemonstrationen sprach wohin.-Redakteurin Barbara Lang. Durchdachte Fragen. Junge und gleichzeitig lebenskluge Antworten. Das Interview finden Sie auf Seite 8 im neuen Heft.

Plexiglasschild mit schwarzer Aufschrift Treffpunkt Stadtführung hier

An diesem Schild (links) beginnen in Ulm viele spannende Touren, denn das ist der Treffpunkt für Stadtführungen am Stadthaus. Was für tolle und teilweise sehr spezielle Führungen es durch unsere Doppelstadt gibt, lesen Sie im oneday-Spezial „Stadtführungen“ ab Seite 14. Lassen Sie sich überraschen!
Das Stopp-Schild (oben rechts) steht übrigens nicht in Ulm. Aber ich schmuggle es einfach auf diese Seite, weil ich es witzig finde, wie einfach es ist, die Botschaft einer sogenannten Informationstafel abzuwandeln. Halten Sie die Augen offen und wenn Sie ein gutes Schild entdecken, schicken Sie uns ein Foto davon.

Rundes Foto mit Gesicht von Redaktionsleitung Ulrike Hoche

 

Herzlich,
Ihre
Ulrike Hoche

zurück

wohin. 09/19


Kolumne
Stadtgeschehen
Stadtgesichter
oneday

Mehr Editorials

zurück