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[Stadtgeschehen]


Ohne Moos was los!

Die Pauluskirche

Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ Recht hat er, denn auch ohne oder mit wenig Geld kann man tolle Dinge erleben und neue Leute kennenlernen. Dazu sind Alternativen oft auch ökologisch, sinnvoll, nachhaltig und machen auch einfach Spaß. 

 

Gemeinsam Essen statt einsam hungern

Jährlich wird die Pauluskirche einen Monat lang täglich für Bedürftige geöffnet, dient aber auch als Begegnungsstätte. Unterschiedliche Menschen treffen hier aufeinander, sehen und achten sich, lernen sich kennen, erzählen sich Geschichten und speisen gemeinsam. Gerade die Mischung zwischen den Ärmsten der Stadt, aber auch Neugierigen und Menschen aus gesicherten oder wohlhabenden Verhältnissen oder Begegnungen von Jung und Alt machen den besonderen Charme der Vesperkirche aus. Es wird ein Grundbetrag von 1,50 Euro für Essen, Getränke und Kaffee erhoben, die Vespertüte kostet 0,50 Euro. Wer es sich leisten kann, zahlt mehr. Im letzten Jahr wurden von etwa 160 freiwilligen Helfern 13.000 Essen gemacht und über 8.000 Vespertüten ausgegeben.
Die 24. Ulmer Vesperkirche findet noch bis zum 20. Februar 2019 statt. Das Mittagessen gibt es von 12:00 bis 14:00 Uhr. Nähere Informationen: www.pauluskirche-ulm.de/vesperkirche.html.

 

Schenken macht glücklich – Tauschen auch

Die meisten von uns haben zu viel davon: Kruscht und Krempel, aber auch Nützliches, das man einfach nicht mehr braucht. Zum Wegwerfen meist zu schade, denn was der eine nicht mehr mag, macht dem anderen vielleicht noch viel Freude. Neben Flohmärkten (wie aktuell der Bücherflohmarkt im Roxy am 2. Februar, zu dem der Eintritt übrigens kostenlos ist) gibt es inzwischen zahlreiche tolle Ideen und Plattformen.
Auf Facebook erfreut sich die Plattform „Free your stuff Ulm“ großer Beliebtheit. Es ist eine geschlossene Gruppe, zu der man sich anmelden muss. Knapp 16.000 Mitglieder haben das bereits getan, um Dinge zu suchen oder anzubieten. Wichtige Voraussetzung dabei: Alles ist gratis! Wer es lieber persönlicher mag, der ist im Ulmer Tauschring (www.talenttauschring-ulm.de) gut aufgehoben. Derzeit etwa 60 Mitglieder tauschen Waren, Dienstleistungen und Erfahrungen untereinander und bezahlen diese in der internen Buchwährung, den Talenten. Dafür wird ein Tauschkonto eingerichtet, von dem monatlich 5 Talente abgebucht werden. Diese werden für Dienstleistungen (wie eine Online-Plattform, auf der die Angebote und Nachfragen der Mitglieder einsehbar sind) verwendet. Zusätzlich sind 12 Euro Jahresbeitrag fällig. Der nächste Tauschmarkt ist am 7. Februar um 18:00 Uhr in Ulm-Wiblingen im Seminarraum in der Saulgauerstraße 9. Gäste sind willkommen.

Kaufhaus Siegle

Ein besonderes Projekt wurde von der AG West (www.agwest.de) initiiert. Im ehemaligen Schuhhaus Siegle in der Söflinger Straße 194 wurde ein Warenhaus eingerichtet, das ehrenamtlich betrieben wird. Unter dem Oberbegriff „Soziales trifft Nachhaltigkeit“ werden gespendete Waren, interessante Upcycling-Ideen und faire, regionale Produkte angeboten. Der Erlös kommt sozialen Projekten der AG West zu Gute, wie den Cafés Canapé und Blau, dem Weststadthaus oder der Ulmer Jugendfarm. Wer mitarbeiten will oder gut erhaltene Waren spenden möchte, ist willkommen. Einen erfolgreichen Testlauf gab es bereits beim „Last Minute Weihnachtsmarkt“. Die offizielle Eröffnung findet am 14. Februar um 14:00 Uhr statt.

 

Kultur auch für den kleinen Geldbeutel

Ein interessantes Projekt der Stadt Ulm ist die Mitgehbörse (www.mitgehboerse-ulm.de), bei der sich Menschen anmelden, die gerne gemeinsam Kulturveranstaltungen besuchen möchten. Die Anmeldung ist kostenlos. Gleichgesinnte können sich für gemeinsame Veranstaltungen verabreden und manchmal wird sogar eine kostenlose Eintrittskarte spendiert.
Kostenlose Eintrittskarten für Erwachsene und Kinder vermittelt die Kulturloge (www.kulturloge-ulm.de). Registrierte Veranstalter melden Karten an, die an registrierte Gäste weitervermittelt werden. Bedingung ist allerdings eine Lobbycard der Stadt Ulm oder ein Nachweis über geringes Einkommen. Angeboten werden Kulturveranstaltungen bei inzwischen über 30 Anbietern.
Im Canapé Café in der Söflinger Straße 192 findet mittwochs ab 19:30 Uhr regelmäßig das „Canapé Kultur“ statt und bietet abwechslungsreiche Kleinkunst. Der Eintritt ist frei.
Auch Bilder und Fotokunst lassen sich oft kostenlos besichtigen.

 Ausstellung „Lichte Momente" im Ulmer Stadthaus

Das Stadthaus bietet regelmäßig interessante Ausstellungen, wie aktuell „Lichte Momente“ noch bis zum 10. März.

 

Natur erleben und gemeinsam genießen

Raus in die Natur! Das klingt für Kinder nicht immer verlockend. Viel spannender klingt es, wenn man sich zum Beispiel Burgen von Bibern anschaut, eine Familiennachtexkursion auf den Spuren der Frösche macht oder Fledermäuse in der Stadt beobachtet.
Interessante Führungen dieser Art bietet der BUND (www.bund-ulm.de) an. Einige davon sind sogar kostenlos oder gegen Spende zu buchen.
Wer selbst aktiv in der Natur arbeiten möchte, hat bei einem weiteren Projekt der BUND Möglichkeiten sich einzubringen. Der Hermannsgarten (www.hermannsgarten.de) ist eine ehemalige Obstplantage, die in eine 1,3 Hektar große Streuobstwiese mit etwa 200 Bäumen umgewandelt wurde. Hier kann jeder mithelfen, mitfeiern und gegen eine Spende von etwa 0,50 Euro pro Kilogramm auch miternten. Tipps zum Baumschnitt, das Beobachten von Insekten und Streicheln von Schafen gibt es kostenlos obendrein.
Wir haben mit diesem Beitrag ein paar Anregungen geliefert. Es gibt natürlich viel mehr, was man mit wenig oder gar keinem Geld machen und erwerben kann. Freuen Sie sich, wenn auch Sie Dinge entdecken, die kostenlos aber nicht umsonst sind. Und wenn Sie Lust haben und die Ideen wichtig finden, schreiben Sie uns: wohin@ebnerverlag.de

 

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