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Stadtgeschehen


Labor-Experimente in der Donaubastion

Das Roxy stellt der freien Kunstszene einen eigenen Raum zur Verfügung

1I12. Die Zahlen stehen für die Hausnummer des Roxy. Doch nicht nur, denn im „Labor 1I12“ steht hier freien Künstlern und Ensembles zum Arbeiten, Proben und Experimentieren ein ganz eigener Raum zur Verfügung. Und Miete muss man auch nicht zahlen. Genutzt werden kann das Labor mit unterschiedlichen Zeitfenstern, von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen.

Der Kulturausschuss der Stadt Ulm bewilligte dem Kulturzentrum Roxy im vergangenen Jahr ein zusätzliches Budget für den Ausbau des Labors als Entwicklungsraum für die freie Kulturszene. 2018 fanden Umbaumaßnahmen und die technische Ausstattung des Raumes statt, mit dem Ziel, das Labor 1|12 zukünftig losgelöst vom sonstigen Roxy-Programm zu nutzen.

Indem sich das Roxy-Team um Raum, Strukturen und Kommunikation rund um die Projekte kümmert, unterstützt es Kreative aktiv bei ihrer Arbeit. So können sich deren Ideen frei entfalten – ganz ohne Druck ein bestimmtes Level an Zuschauerzahlen erreichen zu müssen, um alle Kosten zu decken. Damit möchte das Roxy kreative Prozesse in Ulm anstoßen und die Vernetzung voranbringen. Willkommen sind alle Projekte aus der freien zeitgenössischen Kultur: von der Installation über die Performance bis hin zum Tanz- oder Theaterstück. Sowohl Gastspiele als auch Eigen- und Koproduktionen in Zusammenarbeit mit Ulmer Künstlern und Künstlerinnen und überregionalen Akteuren können hier einen neuen Spielort finden. Seit Spielzeitbeginn
2018/2019 bietet der Raum die Möglichkeit, künstlerische Arbeiten zu produzieren und öffentlich zu präsentieren. So trifft am 28. November mit der Veranstaltung „Leute machen Kleider“ Performance auf Musik, Film und Textilkunst. Ausrangierte Kleidung und Plastikmüll werden zur tragbaren Rauminstallation. Ziel der vier Künstlerinnen und Künstler ist es, die Konsumgewohnheiten der Gesellschaft auf den Prüfstand zu stellen. Wir meinen: Mit dieser und allen weiteren Veranstaltungen trägt das Labor 1I12 ganz sicher zu einer Belebung der Ulmer Kulturszene bei.

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