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Stadtgesichter


Alle fliegen auf Birdly

Annika Jörn organisiert als Projektverantwortliche der Stadt Ulm die Besuche von Gruppen oder Firmenevents beim Flugsimulator „Birdly“. Im Gespräch mit unserem Redakteur Stefan Loeffler outete sich die 36-Jährige selbst als großer Fan des technischen Wundervogels.


Seit über einem halben Jahr kann man mit dem Birdly in das Ulm des Jahres 1890 fliegen. Wie viele Besucher haben den virtuellen Ritt schon gewagt?

Annika Jörn: Wir hatten seit Juli des vergangenen Jahres bereits über 9.000 begeisterte Gäste.


Sind das überwiegend Bewohner der Stadt oder auch Touristen?

Annika Jörn: Beides. Wir haben unwahrscheinlich viele Ulmer jeden Alters bei uns. Die älteste Besucherin war nach meiner Kenntnis 76 Jahre alt. Wie viele Touristen es sind können wir jedoch nicht feststellen, da wir unsere Gäste nicht nach deren Herkunft befragen.


Von welchem Alter an darf man fliegen?

Annika Jörn: Ab sieben Jahren. Entscheidend jedoch ist, dass man die nötige Armlänge für die Flügel hat.


Welche Voraussetzungen müssen die Besucher grundsätzlich erfüllen?

Annika Jörn: Wichtig ist, dass man keine Herzprobleme hat. Und man sollte auch nicht mehr als 150 Kilogramm auf die Waage bringen. Sonst gibt es keinerlei Beschränkungen.


Wie reagieren die Menschen auf Birdly?

Annika Jörn: Wir freuen uns über durchgängig positive Reaktionen und ein großes Interesse. Wir versuchen natürlich auch alle Fragen der Besucher zu beantworten. Es ist sehr schön, dass viele Gäste wiederkommen. Das Begeisternde an Birdly ist ja, dass man selbst entscheiden kann, über und auch durch welche Gassen und Straßen man fliegen möchte. So kann man entdecken, wie sich das Stadtbild im Lauf der Jahrzehnte verändert und weiterentwickelt hat.


Kann man den Birdly auch in der Gruppe besuchen?

Annika Jörn: Unbedingt. Wir freuen uns über Firmen, die den Flug mit einem Event verbinden. Ein Birdly-Besuch kann zum Beispiel ein Höhepunkt bei einem Jubiläum oder bei einer Tagung sein. Auf Wunsch bieten wir auch ein kleines Catering an. Diese Events können selbstverständlich auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten stattfinden. Der Besuch für angemeldete Schulkassen ist übrigens kostenlos.


Wie oft sind Sie selbst schon geflogen?

Annika Jörn: Sechs Mal. Und ich möchte es noch sehr oft machen, denn ich bin ein ausgesprochener Birdly-Fan.


Dann sagen Sie doch mal aus Ihrer Sicht, weshalb sich ein Besuch bei Birdly auf jeden Fall lohnt.

Annika Jörn: Weil Birdly ein Stück Ulmer Geschichte mit modernster Technik auf wundervolle Weise verbindet. Es ist ganz einfach schön, einmal das Gefühl zu erleben, frei wie ein Vogel zu fliegen. Mir macht das sehr viel Spaß und ich kann es nur empfehlen.


Wo fliegen Sie mit Birdly am liebsten hin?

Annika Jörn: Am liebsten fliege ich direkt durch die Gassen. Das ist jedoch nicht ganz einfach. Doch ich übe noch. Diese Flüge werden auch nie langweilig, weil man jedes Mal eine neue Sichtweise auf die verschiedensten Dinge bekommt.


Hand aufs Herz. Könnten Sie sich vorstellen auch einmal im Ulm des Jahres 1890 zu landen und zu leben? Oder ist es im Jahr 2018 besser?

Annika Jörn: Ich glaube, dass für beide Zeiten etwas Positives spricht. Damals war das Leben im Allgemeinen einfacher gestrickt. Wenn ich diese heutige Schnelllebigkeit sehe, würde ich gerne die „alte Zeit“ kurz als Pause nutzen. Natürlich lebe ich aber gerne in der heutigen Zeit, da der Fortschritt das aus uns macht, was wir sind.


Sie leben seit über zehn Jahren in Ulm. Welche Begriffe fallen Ihnen spontan zu der Stadt ein?

Annika Jörn: Genuss und Lebensfreude. Ulm ist innovativ, modern und einfach wunderschön.


Wie kommt man an Tickets?

Seit Juli vergangenen Jahres kann man mit dem modernen Flugsimulator „Birdly“ zu einem Virtual-Reality-Abstecher ins Ulm des Jahres 1890 aufbrechen. Der dreiminütige Flug mit 3D-Brille kostet fünf Euro. Karten kann man im ServiceCenter Neue Mitte bei der SWU traffiti kaufen. Zudem können Tickets online über die Plattform Reservix reserviert und zu Hause ausgedruckt werden (Stichwort: Der Traum vom Fliegen). Je nach Verfügbarkeit gibt es auch Karten direkt vor Ort in der Kramgasse 3 oder unter der Telefonnummer 07 31/60 27 00 03. Eine Reservierung ist wichtig, da es gerade bei Gruppen zu längeren Wartezeiten kommen kann. Freitags und samstags ist die Nachfrage immer sehr groß. Annika Jörn: „Leider können wir momentan keine Gutscheine ausgeben, da die Verantwortlichen der Stadt gerade darüber nachdenken, ob Birdly auch noch über den 30. Juni hinaus in Ulm bleibt. Deshalb ist es wichtig, dass alle, die bereits einen Gutschein haben, diesen bis zum Sommer einlösen.“


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